Family, Triathlon, Gentics.com, Nullzeit.at, whatever

From the Blog

Aug
30

Tri Podersdorf – Changed hell to heaven

Posted by Klaus-M. Schremser on August 30th, 2008 at 1:55 pm

Heute war ein guter Tag, Tagwache 04:50 in der Früh, meine Frau und Tochter mussten auch den Weg aus den Federn finden und dann gings auf nach Podersdorf. Eigentlich vollkommen bescheuert, was man sich da antut, damit man sich dann den halben Tag quälen kann, aber so sind die Männer. Um 06:30 ging’s zum Check-In, der so gut organisiert war, dass man ewig in einer Schlange (ich vermute, die war so lange wie die Raddistanz selbst :) warten durfte, bevor man endlich sein Rad in der Wechselzone platzieren konnte.

Heute war ein guter Tag, Tagwache 04:50 in der Früh, meine Frau und Tochter mussten auch den Weg aus den Federn finden und dann gings auf nach Podersdorf. Eigentlich vollkommen bescheuert, was man sich da antut, damit man sich dann den halben Tag quälen kann, aber so sind die Männer. Um 06:30 ging’s zum Check-In, der so gut organisiert war, dass man ewig in einer Schlange (ich vermute, die war so lange wie die Raddistanz selbst :) warten durfte, bevor man endlich sein Rad in der Wechselzone platzieren konnte.

Dann tauchte das 2te Supportteam auf (Clemens + Kathy und ein Mexikaner – aber das ist eine andere Geschichte). Jetzt noch schnell ein WC, sonst kann so einiges in die Hose gehen während es Wettkampfes … leider hat sich die Schlange von der Wechselzone zur Männertoilette verlegt :( . Naja, habe woanders eins gefunden und musste dann mit Schrecken feststellen, dass ich nur noch 4 Minuten bis zum Start hatte. Hastig lief ich unter Anfeuerungsrufen meiner Frau (“musst du immer zu spät kommen?”) zur Startzone. Das Rennen wurde erst 2 Minuten später gestartet, weil ungefähr 500 Start auf mich warten durften. Wenn schon nicht gewinnen, dann wenigstens verzögern … :9

Es ist ein anderes Gefühl im Neusiedler See zu schwimmen, braunes, schlackiges Wasser – also man sieht nicht, wenn ein Fuss oder eine Hand einen trifft. Halb-Meter-hohe Wellen, immer wenn man zum Luftholen auftauchte, dann … naja, ich hoffe, der See hat Trinkwasserquälität :) . Der Weg war schlecht gekennzeichnet, also immer der Menge nach. Lustig war, dass man immer, wenn man nicht wusste, wo es lang geht, einfach stehend die Richtung erkunden konnte. Die letzten 100m musste man im halbhohen Wasser dahinwatten, weil man beim Schwimmen sonst immer mit den Armen & Beinen im Boden einschlug.

Raus aus dem Wasser und schon sah ich Lisi, die mich kräftig anfeuerte. Clemens konnte sich nur zu einem Kommentar hinreissen lassen: “Des is ka Sonntagsspaziergang, Klaus, ich will dich leiden sehen.” Alle, die Clemens kennen, wissen was ich meine. Kein Blut, dann hast dich net richtig angestrengt.

Wechselzonen-Zeit – echt mies, naja, dann mit dem Rad ca. 150m laufen. Ich dachte schon, ich muss die ganze Radstrecke mit dem Rad laufen. Aber endlich, aufgesprungen und los geht’s. Der Neusiedler See ist ja bekannt für seine netten Winde, drum war ich etwas verunsichert, aber angefeuert durch Clemens’s Motiviationsrufe und die erwartungsvollen Augen meiner Frau, habe ich mir vorgenommen, die Radstrecke zu nehmen, als gebe es kein Morgen und auch keinen Halbmarathon danach :) – guter Plan.

Und es ging hurtig los 30-33km/h die ersten 8 km, dann überholt mich ein blau-weisser Typ mit einem geilen Stevens-Tri-Rad. Ein Schuss männlicher Hormone durchfloss mich und auf, Tempo steigern, ab jetzt gings nur noch mit 33-37 km/h dahin. Gas, Gas, Gas, es gibt kein Morgen. Der blau-weisse Herausforderer hat mich die gesamte Strecke beschäftigt. Nach 30 km Höllen-Tempo kommen 15 km Gegenwind, aber gut, trotzdem 30-33 km/h. Ich sehe immer noch den blau-weissen Typen und der lässt mich alles geben.

Nächste Runde, 45km geschafft, na, jetzt ist es ja gleich vorbei. Alle 30 Minuten brav einen Powerbar. Ich frage mich ja, ob ich selbst schon nach Powerbar schmecke, bei dem hohen Konsum von dem Zeug. Zum Glück habe ich Natursalz in meinen Wasserflaschen, weil das süsse, pickate Zeug haltest echt nicht aus – merken, nie wieder Torten essen :) .

Tempo muss schneller werden, 35-40 km/h ist nun an der Tagesordnung und im richtigen Moment greife ich den Typen an und fahre einen guten Vorsprung raus. Ich habe echt viele Radler eingeholt und nur wenige haben mich noch geschafft. Nur 10 “echte” Ironman-Profis ziehen mit einem Höllentempo an mir vorbei (ich bin mir sicher, die müssen gedopt sein :) .

Letzten 15 km – wieder Gegenwind, dieses Mal stärker, verdammt 26-29 km/h – hoffentlich kommt der blau-weisse Typ nicht mehr. Ich beisse, endlich die Wechselzone. Typ gebogen, yeah. Schnitt 34 km/h auf 90km. Wieder viel zu lange in der Wechselzone und raus, laufen, hoffentlich büsse ich jetzt nicht das Höllentempo in der Radstrecke. Nein, geht locker, super!

Nach 5 Minuten, blau-weisser Typ kommt von hinten. Ich kann’s nicht lassen, quatsche ihn an. Er heisst Christian und arbeitet bei “Laufen” :) , hoffentlich
sagt das jetzt nichts über seine Laufkondition aus. Läuft ein gutes 6 Min/km Tempo, Clemens sollte auf der Laufstrecke auf mich warten und illegalerweise mein Pacemaker sein, aber er ist nirgends zu sehen. Verdammt, der hat sich sicher mit der Kathy und dem Mexikaner an ein stilles Örtchen verzogen.

Es ist recht kühl, aber die Sonne kommt langsam durch. Die Strecke nennen sie auch “die Hölle” und bei Sonnenschein soll sie auch ihren Namen volle Ehre machen. Einfach Tempo halten und weiterlaufen. Nach 5 km wieder umdrehen, 1/4 geschafft, natürlich stopfe ich weiter meinem Körper süsse Gels hinein und da ein lächelndes Gesicht, Clemens kommt locker dahergejoggt.

Die restliche Zeit bin ich viel mit Clemens gelaufen, Christian hat sich aber immer brav angehängt und lief auch ein gutes Tempo. Die Sonne wurde kräftiger und langsam verstand ich, warum die es “die Hölle” nannten. Auf der Schotterstrecke prallte die Sonne ab und machte es noch heisser. Aber konditionell war alles ok.

Letzte Runde, Lisi und Maus feuern mich an, weitermachen. Den Clemens haben die Sheriffs 4x ermahnt und rausgewunken, weil man normalerweise keine Teilnehmer begleiten darf, aber das stört uns nicht. Einmal hat ER eine 2 Minuten Zeitstrafe bekommen :) , er musste sich ins Gras setzen und durfte nicht mehr mit mir laufen… zum Glück traf das nicht mich. 15km geschafft, letzte halbe Runde. Clemens hat mich in seiner altbekannten Manier angefeuert: “Beissen Klaus(-M. Name von der Redaktion vervollständigt), ohne schmerzverzerrtes Gesicht ist das kein Wettkampf.” Na gut, Tempo steigern, beissen … was soll ich sagen, irgendwann kam endlich der letzte Kilometer, 750 m, 500 m, am Ende war noch ein weisser Läufer weit vor mir. Kommentar Clemens: “Auf dem steht dein Name, bieg ihn”. Gesagt, getan, noch ein letztes Aufbäumen und mit einem Zielsprint ab ins Ziel und den weissen Typen stehen lassen. Christian konnte ich zum Glück auch hinter mir lassen.

ABER, nächstes Mal (Vienna City Triathlon am 13.9.) laufe ich mit meiner Tochter ein, weil die weinte Kullertränen, weil ich sie nicht ins Ziel mitgenommen habe.

So endet der 21. Int. Triathlon in Podersdorf mit einer sehr passablen Zeit für mich.

00:42:06 1,9 km Schwimmen (Platz 151) (man bedenke die Wellen :)
00:03:10 Wechsel 1
02:44:14 90 km Bike (Platz 139)
00:03:57 Wechsel 2 (zum Glück ist das kein Wechselzonen-Triathlon :)
02:06:49 21 km Run (Platz 201) (naja, irgendwann werde ich mal schnell sein :)

GESAMT: 05:40:17

so long, changed hell to heaven …

Good old Clemens “Hell-Racer” Prerovsky dropped a blog-entry. __go_to_blog_entry__

Leave a Reply

  1.  

    |