Nullzeit, Sex und Tiefenrausch: Die Neuauflage des Bestsellers

Rechtzeitig zur boot in Düsseldorf, der weltgrößten Wassersportmesse, erschien die komplett überarbeitete Neuauflage eines der meistverkauften Tauchbücher der letzten Jahre, mit dem sogar ein Guinness Weltrekord aufgestellt wurde. Die beiden Autoren – und Weltrekordhalter – stehen auf der boot für Autogramme zur Verfügung.

Als 2006 die beiden Autoren Leo Ochsenbauer und Klaus-M. Schremser die Idee für ein Tauchbuch hatten, wie es bis dahin noch nie da gewesen war, konnte keiner wissen, wie erfolgreich dieses Buch sein würde. Mittlerweile haben beinahe 20.000 Leser das bereits mehrfach nachgedruckte Buch in ihren Regalen stehen. Rechtzeitig zur boot 2011 kommt jetzt die völlig überarbeitete – und um ein Kapitel erweiterte – Neuauflage des Bestsellers in den Buchhandel.

Inhalt des Buches

Wollten Sie immer schon einmal wissen, wer die Erfinder der Tauchflasche waren oder welchen Dekostopp Sie auslassen können, falls die Luft nicht reicht? Ob ein Blitzeinschlag im Wasser Taucher gefährdet oder wie viele Zähne ein Hai tatsächlich hat? Was der Koran über das Tauchen aussagt, welche Schutzheilige es für Taucher gibt oder ob man unter Wasser Sex haben kann? Interessiert es Sie, wie viele der rund 600 Millionen Facebook-Nutzer auch Taucher sind? Wenn ja, dann sollten Sie sich auf alle Fälle dieses Buch zulegen.

Die beiden österreichischen Fachjournalisten Leo Ochsenbauer und Klaus-M. Schremser geben mit viel Sachverstand – aber immer auch mit einem Augenzwinkern – fundierte und verblüffende Antworten auf 333 interessante, zum Teil kuriose aber immer spannende Fragen rund um den Tauchsport und die Unterwasserwelt.

Der Hintergrund und der Weltrekord

Das im Franckh-Kosmos Verlag erscheinende Werk erschien erstmals Anfang Juni 2006 und hat seither die Maßstäbe für Tauchbücher neu gelegt. Nicht nur, dass man es “gewagt” hatte, erstmals ein Sachbuch nicht nur fundiert und informativ, sondern auch witzig zu schreiben, war ein bis dahin nicht gekanntes Phänomen. Dementsprechend war die Erstauflage von 6.000 Stück binnen kurzer Zeit auch vergriffen. Es folgten etliche Nachdrucke (manche davon geringfügig überarbeitet), u.a. auch eine niederländische Ausgabe im Jahr 2009.

Das Wissen rund ums Tauchen haben die beiden Autoren einfach ganz anders aufgearbeitet und die Superlative wurden nicht nur im Buch beschrieben, sondern auch durch das Buch gesetzt. So wurde anlässlich des Erscheinens am 17.6.2006 in Traunkirchen am Traunsee in Österreich die größte Unterwasser-Pressekonferenz der Welt abgehalten, die auch einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde mit sich ziehen sollte. 21 Journalisten aus Deutschland und Österreich tauchten gleichzeitig auf 5 Meter Tiefe ab, um bei der “feuchten” Buchpräsentation zugegen zu sein.

Im Jahr 2008 erschien dann der lang erwartete Nachfolgeband, “Noch mehr Sex und Tiefenrausch – Weitere 333 Antworten auf Taucherfragen”. Da das Buch von Anfang an als Konvolut von 666 Fragen gedacht war, schien das Werk der Autoren nun komplett. Da aber auch der Nachfolgeband sich sehr gut verkaufte, trat der Verlag an die Autoren heran und bat um eine komplett überarbeitete Neuauflage des – mittlerweile vergriffenen – Erstlingswerks.

Da man nicht nur ein paar Fragen neu schreiben wollte, gingen die beiden Autoren an die Überarbeitung. Das Ergebnis: rund 20 Prozent aller Fragen wurde neu geschrieben bzw.überarbeitet (vor allem aus dem Grund, dass sich in den vergangenen vier Jahren etliche Rekorde und Fakten geändert hatten bzw. Skurrilitäten nie enden wollten), ein komplettes Kapitel neu hinzugefügt (ein Fragen-Antworten-Quiz mit 66 Fragen, zur Hälfte aus dem Nachfolgeband von 2008).

Prominente Leseratten

Wie meinen prominente Befürworter, die das Buch gelesen haben, doch so schön:

“Taucher aller Länder: Lest dieses Buch! Die beiden Autoren geben uns Süchtigen die Droge, die wir brauchen, und sind dabei witzig und informativ – und so sollen gute Sachbücher meiner Meinung nach auch sein.”

Dirk Steffens, TV-Moderator

“Dieses Buch vermittelt dem Publikum auf wundervolle und anschauliche Art und Weise Wissen über die Unterwasserwelt. Ich wünsche Ihnen entspannte Stunden beim Lesen dieses Buches!”

Umberto Pelizzari, Freitauch-Legende

“Reinlesen ist Pflicht und das Buch dann dem Tauch-Buddy oder sich selbst schenken nur wärmstens zu empfehlen. Schon alleine wegen dem Spaß.”

Gerhard Wegner, Sharkproject e.V.

“Die Autoren zeigen auf eindrucksvolle und amüsante Art und Weise Missstände auf und räumen mit lang gehegten Vorurteilen auf.”

Dr. Erich Ritter, Haiforscher

Signierstunde auf der boot

Anlässlich der weltgrößten Wassersportmesse, der boot in Düsseldorf, die von 22.-30. Jänner 2011 wieder ihre Pforten öffnet, werden die beiden Autoren auch am Stand von Verlag Stephanie Naglschmid – Fachmagazin DIVEMASTER, Halle 03 / B59, anwesend sein und für Autogramme zur Verfügung stehen.

Sowohl am Samstag, 22.1.2011, um 16.30 Uhr als auch am Sonntag, 23.1.2011, 11.00 Uhr, werden Leo Ochsenbauer und Klaus-M. Schremser ihre Bücher persönlich präsentieren und gerne auch signieren. Die Autoren freuen sich auf das möglichst zahlreiche Erscheinen ihrer Leser und stehen auch gerne für das ein oder andere Fachgespräch zur Verfügung.

http://dasbuch.nullzeit.at

Leseproben:

Verbietet der Koran das Tauchen?

Der Koran als die heilige Schrift des Islam regelt vieles im Alltagsleben eines gläubigen Muslimen. Wir haben uns gefragt, ob denn auch das Tauchen bereits in der um 650 n. Chr. entstandenen Schriftensammlung geregelt ist. Dazu haben wir uns die 114 Suren angesehen, und kamen zu einem überraschenden Ergebnis.

In einer Textstelle des Koran, Nr. 15, Sura 14, Vers 32, in der Übersetzung von Ahmadeyya heißt es: »Allah ist es, der die Himmel und die Erde erschuf und Wasser niederregnen ließ von den Wolken und damit Früchte hervorbrachte zu eurem Unterhalt, und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, dass sie das Meer durchsegeln nach Seinem Gebot, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.« Man könnte es also so deuten, dass die Menschen sogar eigens zum Tauchen geschaffen wurden oder mit anderen Worten:

Das Tauchen ist nicht verboten, sondern im Gegenteil sogar auslegungsweise erlaubt.

Wofür stehen die Buchstaben SOS?

Alfred Lewis Vail, ein enger Mitarbeiter des Erfinders der ersten brauchbaren elektromagnetischen Schreibtelegrafen, Samuel Morse, entwickelte 1838 den bekannten Morsecode, bei dem die einzelnen Buchstaben des Alphabets aus je einer unterschiedlichen Abfolge von Zeichen mit drei verschiedenen Längen und unterschiedlich langen Pausen besteht. Das bekannte Seenot-Signal SOS wurde erst weitaus später, am 3. Oktober 1909, auf der ersten internationalen Konferenz für drahtlose Telegrafie in Berlin festgelegt.

Die meisten nehmen an, die Buchstaben SOS stünden als Abkürzung für »Save our souls« oder »Save our ship«, also »Rettet unsere Seelen« oder »Rettet unser Schiff«. In Wirklichkeit wurde dieses Signal aber deswegen ausgewählt, weil es unter allen anderen Kombinationen von Zeichenfolgen deutlich heraus sticht. Es sind in Wirklichkeit also nicht die drei Buchstaben SOS, die gesendet werden, sondern ein einziges, festgelegtes Morsezeichen (3 x kurz, 3 x lang, 3 x kurz) ohne besonderen Sinn – außer, dass es eindeutig und leicht erkennbar ist.

Wer hat den Atemregler erfunden?

Die Anfänge des modernen Atemreglers reichen weiter zurück als man glaubt. Die Franzosen Benoit Rouquayrol und Augustus Denayrouse entwickeln bereits 1864 einen mit 40 bar komprimierter Luft gefüllten Metallbehälter, der am Rücken befestigt einen Helmtaucher mit Luft versorgte. Das deutsche Unternehmen Dräger entwickelte 1911 einen Sauerstoff-Rebreather, Japaner patentierten einige Jahre später (1918) in Großbritannien ein System namens »Ohgushi‘s Peerless Respirator«, ein Set von Zylindern, die mit fast 200 bar komprimierter Luft gefüllt sind und am Rücken eines Helmtauchers getragen werden. Hans Hass und Yves le Prieur arbeiteten um 1930 herum unabhängig voneinander an autonomen Sporttauchgeräten, die aber niemals zum Patent angemeldet wurden, obwohl le Prieur 1935 damit bereits Anfänger unterrichtete.

Die heute üblichen Atemregler wurden später entwickelt: Im Jahr 1942 meldete George Commeinhes in Frankreich das Patent für einen bedarfsgesteuerten Atemregler an. Gleichzeitig arbeiteten die beiden Franzosen Jacques-Yves Cousteau und Emile Gagnan ebenfalls an einem Atemregler, den sie 1943 unter dem Namen Aqualunge CG45 zum Patent anmeldeten und vermarkteten. Bis 1950 wurden zehn Stück der Aqualunge in die USA exportiert. Der dortige Händler erklärte Cousteau: »Der Markt ist gesättigt!« Wie wir heute wissen, hat sich der gute Mann ein klein wenig verschätzt.

Woher kommt der Begriff »die sieben Weltmeere«?

Der Begriff lässt sich bis zu den alten Griechen und Römern zurückverfolgen und wird in vielen europäischen und arabischen Schriften angeführt. Je nach Zusammenhang unterscheiden sich die dem Begriff zugeordneten Meere. In griechischen Texten etwa werden die Adria, das Arabische Meer, das Kaspische Meer, das Schwarze Meer, das Europäische Mittelmeer, der Persische Golf und das Rote Meer als die sieben Weltmeere bezeichnet. Der englische Schriftsteller Rudyard Kipling, Autor des bekannten »Dschungelbuch«, zählte hingegen das nördliche und das südliche Eismeer, den Nord- und den Südatlantik, den nördlichen und den südlichen Stillen Ozean sowie den Indischen Ozean dazu. In anderen historischen Dokumenten werden als Weltmeere die drei Ozeane Atlantik, Indischer und Pazifik plus die vier Mittelmeere, das Australasiatische Mittelmeer, das Europäische Mittelmeer, das Arktische Mittelmeer und das Amerikanische Mittelmeer, bezeichnet.

Welcher Fisch ist am vergesslichsten?

Man sagt diese Eigenschaft dem Goldfisch nach, der über ein Gedächtnis von nur 3 Sekunden verfügen soll. Da er jedoch gleichzeitig sehr lernfähig ist, findet man den Goldfisch auch in vielen Labors weltweit, um an ihm Gedächtnisexperimente durchzuführen. Eine bekannte Versuchsreihe etwa konditionierte einen Goldfisch darauf, aus verschiedenen Lichtquellen immer die richtige auszuwählen, die mit Futter belohnt wurde. Die Wahl anderer wurde mit Elektroschocks bestraft.

Die Wissenschafter stellten nach der Konditionierung zwei lösliche Gehirnproteine in der ependymalen Zone des Goldfischgehirns fest, die man Ependymine nannte. Die Proteine waren nur im Zentralnervensystem der Tiere festzustellen. Nach Lernversuchen an den Tieren verteilen sich die Ependymine jedoch um – eine Erkenntnis, die für die Gehirnforschung wichtige Fortschritte brachte. Die Goldfische können sich sowieso nicht mehr daran erinnern, was eigentlich vorgegangen ist.

Wie alt war das jüngste Schiff, das je gesunken ist?

Es gibt Wracks unter Wasser, denen kein besonders langes Leben auf See beschieden war. Aber den einsamen Rekord dürfte das ehemalige Flaggschiff der schwedischen Marine, die »Vasa«, haben. Sie war 1628, als sie gebaut wurde, das schönste und größte Schiff und wurde auch entsprechend von den schwedischen Behörden und der herstellenden Werft beworben. Anlässlich ihres Stapellaufs war ein Riesenpublikum anwesend, die Musikkapelle spielte auf. An Bord hisste man die Segel und feuerte zum fulminanten Start auf die Meere einige Salutschüsse aus den an Bord befindlichen Kanonen. Wenige 100 m vom Pier entfernt drehte jedoch eine Böe das stolze Schiff so in die Wellen, dass Wasser durch die noch offenen Kanonenluken eindrang. Ergebnis: Nach weniger als einer Seemeile sank die »Vasa«.

Der Taucher Anders Franzén entdeckte die Überreste im Jahr 1956 und überließ das Wrack dem Maritim Museum in Stockholm, die das weltweit einzige, verbliebene Schiff aus dem 17. Jahrhundert im eigenen Vasa-Museum in Stockholm ausstellen.

Wer ist der reichste Taucher der Welt?

Der brasilianische Energieunternehmer Eike Batista, der übrigens deutsche Wurzeln hat, ist auf der Forbes Liste der reichsten Männer der Welt aus dem Jahr 2010 mit seinen 27 Mrd. US-Dollar als Nummer 8 gelistet. Zu seinen Hobbies zählt neben dem Speedboot-Fahren auch das Tauchen. Ein Mann mit Geschmack und Vorliebe für das Wasser, wie man sehen kann. Neben seinem Vermögen nehmen sich die 13,5 Mrd. US-Dollar des Amerikaners Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft, beinahe wie Taschengeld aus. Allen ist allerdings seit seinen Studientagen begeisterter Taucher und wird bei Forbes als 37. reichster Mann der Welt geführt.

Außer Konkurrenz läuft Prinz Charles von Windsor, Kronprinz von Großbritannien und Prinz von Wales. Prinz Charles ist Präsident des BSAC (British Sub Aqua Club). Da er aber über kein eigenes Vermögen verfügt, sondern »nur« über das nicht unbeträchtliche Familienvermögen der Windsors regiert, haben wir ihn nicht in die offizielle Rangliste aufgenommen.

Abdruck der Fragen ist bei Hinweis auf das Buch jederzeit gerne möglich.

Nullzeit, Sex und Tiefenrausch

333 Antworten auf Taucherfragen

Leo Ochsenbauer, Klaus-M. Schremser

Broschiert: 239 Seiten

Kosmos (Franckh-Kosmos) Verlag

2. Auflage (7. Januar 2011)

ISBN: 978-3440123133

Preis: 16,95 Euro (D), 17,50 (A)

Noch mehr Sex und Tiefenrausch.

Weitere 333 Antworten auf Taucherfragen

Leo Ochsenbauer, Marcus Hantschel

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten

Franckh-Kosmos Verlag

1. Auflage (1. Februar 2008)

ISBN: 978-3440114438

Preis: 16,95 Euro (D), 17,50 (A)

Nachfragehinweis für die Presse:

Leo Ochsenbauer

leo@nullzeit.at

Tel. +43-676-4108160

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